Aus dem Leben eines Durchschnittsmenschen
 



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Storyteller-Poetry: Aufzeichnungen aus der Sandwichhölle

Wie es im Leben eines Studenten aus gewöhnlichen Hause der Fall ist, bedarf es einem Nebenjobs, um die regelmäßigen Alkoholexzesse und kulinarischen Bedürfnisse nach Cola und Tiefkühlpizzen finanzieren zu können.
Ich für meinen Teil jobbte eine (zu) lange Zeit in der Fast-Food-Kette, die sich durch die Fließbandfertigung von Sandwiches auszeichnet. Ihr wisst ohnehin schon, welche Marke ich meine.

Die dortige Zeit versuchte ich nach Kündigung in Form eines Storytellers zusammenzufassen. Unten aufgeführtes Werk entstand dabei und erfreute sich bisher an positiven Feedback.

Grüße an dieser Stelle an meinen mir werten Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Christian.


Hier der Storyteller:

Aufzeichnungen aus der Sandwich Hölle:

Wieder grinsen sie mich an,
grün gelb gehaltene, über meinen von ausgewaschener Mütze bedeckten Schädel platzierte nur schwach leuchtende Reklameschilder,
wieder stelle ich mich ans bekannte Sandwichfertigungsfließband aus beschaulichen Brot,- Fleisch- und Gemüsesorten, aufs Gramm portioniert, dosiert, eingepackt,
wieder gute Miene zu bösen Spiel,

„Was darf es sein?“, „X-tra Käse oder Bacon?“, „Klar kann ich mehr Oliven drauf packen!“

Ja, so sieht mich das System vor, gut gelaunt, motiviert zur Sklavenarbeit.

„Getränk oder Nachtisch dazu?“ , „Nutzen sie unsere Bonuskarte?“

Der innere Zähler der Antwort „Nein“ binnen Minuten über ausgelastet.
Kundenmonologe.

Alles läuft gut – automatisiert, den Kopf aus, gewohnte Griffe, übliche Fragen, Saucenempfehlungen übliche Spar Wochen, Happy Hours und Coupons.

Wieder gepfercht in ein Irrenhaus von Anzugträgern, Bahnangestellten, Beamten, Halbstarken, Witzfiguren, stinkenden sich die eigene Fußsohle – Gott allein weiß wieso- ableckenden Katzenfrauen, Betrunkenen, Einsamen und Smartphonesandwichappusern.
Am Ort, wo die Unmündigkeit bereits bei der Käseauswahl beginnt.

So sollen sie es eben versuchen mich in ihrer Kundenkönighochgebohrenheit zu trietzen und auf den Bombast der Fragen genervt antworten, auf jede nicht gestellte sich aber prompt empören. Dieses Recht nehmen sie sich raus, nein, dieses Recht sollen sie sich raus nehmen.

„Ich bin sofort für sie da.“ , „der Nächste bitte!“
Vertraute Stimmen.

„Ist Christian da, ey Christian!“ – Verflucht, zu spät die Flucht in den schützenden Schleier der Küche ergriffen. Wie ein Virus werden sich die dummen Worte dieses Mannes durch den Raum verbreiten. Abstand halten, Kunde bitte nicht füttern.
Ständig dröhnende Öfen, klingelnde Wecker, knallende Türen, Husten, Schnaufen, Lachen, Schmatzen, Schlürfen und Zerknüllen.
Inmitten dieser Symphonie, Instrumente, Zauberhafte Musik, dort arbeite ich. Noch immer.

Funfact: Noch immer höre ich regelmäßig auf Feiern die Phrase "Eeeeh, ich kenn dich doch, aber woher?" Da ich für gewöhnlich kein überauffälliger Typ bin, ist dies wohl auf meine Zeit hinter dem Thresen zurück zuführen. Solltest du in Giessen leben und gerne mal ein Sandwich zu dir genommen haben, sind auch wir uns vermutlich schon begegnet.
26.6.14 00:18


Erste Überlegungen

Nun hat mich mein Mitteilungsbedürfnis womoeglich aber auch nur die Langeweile auf die narrische Idee gebracht, einen Bloq zu starten.

Nur was soll ich hier groß erzählen? Mein Leben ist das wie das der meisten Menschen; Ich bin wie die meisten Menschen. Natürlich möchte ich weder meinen Lesern noch mir selber eine gewisse Individualität absprechen, aber Fakt ist, in vielen Aspekten ähneln sich die Mitglieder eines Jahrgangs, einer Gesellschaft oder wo auch immer ich mich zu verorten versuche. Das muss nichts Negatives sein, Nein! grad' das Gegenteil scheint mir der Fall! Indem wir uns ähneln, finden sich schnell gemeinsame Gedanken, Ideen und Interessen.

Hier liegt wohl das Todesurteil als auch das potentielle Erfolgskonzept meines Bloq-Experiments. Ein Bloq von einem "Normalo" an "Normalos". Themen, in denen wir uns wiederfinden, Meinungen und Gedanken, die wir teilen und verneinen, Erfahrungen und Ereignisse wie sie jedem von uns passieren können und gerade durch seine Unbesonderheit hier etwas Besonderes!

Wie diese Idee nun schließlich ankommen wird, steht noch offen; ich möchte es mir aber nicht nehmen lassen, jene, die sich entschließen hier reinzuschnuppern, herzlich willkommen zu heißen!

In diesem Sinne:

Seid Willkommen bei meinem Experiment: Aus dem Leben eines Durchschnittsmenschen!
26.6.14 00:02





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